Ausdrucksverhalten und Kommunikation – Grundlagen bei Hund und Mensch | Dr. Dorit Feddersen-Petersen

Veranstalter
Jan Benn | Hundehort Kiel

Datum | Zeit
28.03.2020 | 10 – 18 Uhr

Veranstaltungsort
Erlebniswald Trappenkamp

Foto: © 2019 Constantin Ludwichowski

Seminar-Inhalt:

Es sind die Gebärden, die uns verbinden, unsere Mimik, Körperhaltungen und Bewegungen. Diese analoge Kommunikation, die unsere Gefühle, Absichten und Bedürfnisse so trefflich abbildet, übermittelt und vielfach unbewusst verrät, stellt eine universelle Grammatik in der nicht-verbalen Sprache von Menschen und Tieren dar. Analoge Kommunikation lässt uns Verbundenheit erfahren, wohl weil ihre Ausdrucksformen die gemeinsamen Wurzeln der Mensch-Tier-Kommunikation sind, eines Verhaltens, welches interspezifisch über weite Bereiche intuitiv verstanden wird.
Dieses gilt zumal für Haushunde, die seit rund 40.000 Jahren mit uns leben, eingepasst in unser Sozialsystem und unsere Mitwelt, dabei ihr Ausdrucksverhalten genetisch veränderten, denn vorzugsweise Menschen wurden und sind Bestandteil ihrer ökologischen Nische, ihrer natürlichen (sozialen) Umwelt, und wesentliche Instanz ihrer züchterischen Auslese. Hunde sind adaptiert an diese Lebensbedingungen, widmen seit Jahrtausenden ihre ganze Aufmerksamkeit jeder Regung des Menschen.
Im Hund steckt seine Entwicklung zum Menschen (hin), also zeigt sie sich in all seinen Entwicklungsstadien in unterschiedlicher Ausprägung, so etwa als eine genetisch disponierte Neigung zum Menschen oder in Form etlicher Anpassungsähnlichkeiten (Analogien) an ein Leben mit ihm.
Was Hunde und Menschen weiter verbindet, sind soziale Ähnlichkeiten auf Grund ihrer gemeinsamen Abstammung (Homologien).
Der Vorstellung dieser vereinenden Mechanismen für das soziale Miteinander zwischen Mensch und Hund will ich mich so ausführlich wie freudevoll widmen. Letztendlich gilt es, aufzuzeigen, wie man sich am besten verständigt, um einander zu verstehen.

Referentin:

Dr. Dorit Feddersen-Petersen